Woche junger Schauspieler 2011

im Parktheater Bensheim, vom 19. - 25. Mai

Zum 16. Mal fand die "Woche junger Schauspieler" statt, veranstaltet vom Magistrat der Stadt Bensheim, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Bensheim. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt auch dieses Jahr wieder die Woche junger Schauspieler. Weitere Förderer sind der Bergsträßer Anzeiger und das Light-House Hotel.

Dienstag, 17. Mai, 20 Uhr, Einführung und Gespräch
Kundenberatungszentrum der Sparkasse Bensheim

Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, hatte zu diesem Gespräch folgende Gäste eingeladen:

Prof. Marion Tiedtke, Ausbildungsdirektorin Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Andreas Beck, künstlerischer Leiter, Schauspielhaus Wien, Daniel Pfluger, Regisseur von „Anne und Zef“,
Schnawwl, Nationaltheater Mannheim.
 
Schirmherr der 16. „Woche junger Schauspieler“ ist Alexander Khuon, Eysoldt-Preisträger 2010

Donnerstag, 19. Mai, 20.00 Uhr / DNA von Dennis Kelly   / Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt

Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr / Anne und Zef  von Ad de Bont, Schnawwl, Nationaltheater Mannheim

Montag, 23. Mai, 20.00 Uhr / Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung, URAUFFÜHRUNG von Kevin Rittberger , Schauspielhaus Wien, Kevin Rittberger erhielt 2010 den Kurt-Hübner-Regiepreis.

Dienstag, 24. Mai, 20.00 Uhr / Die schmutzigen Hände von Jean Paul Sartre, Hessisches Landestheater Marburg

Mittwoch, 25. Mai, 20.00 Uhr / Troilus und Cressida nach Wiliam Shakespeare, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin

Der "Günther-Rühle-Preis" 2011 ging an das Ensemble der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Ausbildungsbereich Schauspiel für ihre schauspielerische Leistung in Dennis Kellys Stück "DNA", eine Produktion in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.
Die Begründung der Jury:

Beeindruckt hat uns die geschlossene Ensembleleistung der neun jungen Darsteller (Ronja Losert, Annalena Müller, Lisa Weidenmüller, Janina Zschernig; Nils Kreutinger, Florian Mania, Robert Oschmann, Jonas Schlagowsky sowie Sopranistin Esther Dierkes), die eine große Kraft und eine hohe Präsenz während der gesamten Aufführungsdauer haben erkennen lassen. Selbst bei, gastspielbedingt, fehlendem Bühnenbild war die starke Spannung und innere Beteiligung der Schauspieler spürbar, die dabei herausragende Einzelleistungen erzielten. Wir erlebten eine sehr glaubwürdige Darstellung der Figuren, ohne dass die Vorstellung in pathetischen Naturalismus entglitt. Die formalen Setzungen waren klug angewendet; anstatt in Formalismen auszuarten, trugen sie maßgeblich zur originellen und sinnstiftenden Interpretation des Stückes bei. Wir hatten den Eindruck, dass das Ensemble sich intensiv mit einem Stück auseinandergesetzt hat, dessen Dramaturgie Theaterschaffende durchaus vor große Herausforderungen stellt. Den Schauspielern gelangen Bilder von großer Intensität, die haften bleiben und der Jury wie dem Publikum einen eindrücklichen, zum Nachdenken anregenden Theaterabend bescherten. Die Jury gratuliert und wünscht allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!

Die Jury:
Jürgen Flügge, Dr. Jürgen Rehm, Angelika Rösser
Das Bensheimer Publikum votierte mit den meisten positiven Bewertungen für "Anne und Zef", dicht gefolgt von "DNA".